Wien (Österreich)

Nur Wien, nur Wien, du nur allein. Falco

Eine Wiener Freundin von mir benutzt Worte wie „urcool“ oder „ich zuck aus“. Ja, Wien ist „urcool“ und der Wiener Schmäh ebenfalls.

Laut dem Monocle Magazin lag Wien 2017 auf Platz 2 der lebenswertesten Städte weltweit. Kein Wunder, Wien hat eine einmalige Architektur, tolle Museen, schöne Cafés und besteht zu 50% aus Grünflächen. Was will man mehr? Über Wien wurde schon viel geschrieben, Wien ist groß, die Sehenswürdigkeiten sind zahlreich und reichen von A wie Albertina bis Z wie Zentralfriedhof. Hier meine Lieblingsplätze:

  1. Zum schwarzen Kameel. Mit zwei e – seit 1618 in Wien. Kein Geheimtipp mehr, aber für mich ein Muss in Wien – die belegten Schnittchen und das Ambiente sind eine Wucht! (Bognergasse 5, 1. Bezirk)
  2. Kunstforum Wien. An Kunst mangelt es in Wien wahrlich nicht. Neben dem wunderbaren MuseumsQuartier, der Albertina, dem MAK und den Galerien (zum Beispiel in der Schleifmühlgasse) ist das Kunstforum der Bank Wien mit seinen wechselnden Ausstellungen mein Tipp (Freyung 8, 1. Bezirk).
  3. Jugendstil anschauen: zum Beispiel beim Karlsplatz. Die Stadtbahn-Pavillons von Otto Wagner oder 2 Minuten entfernt die Secession und an der linken Wienzeile das Majolikahaus und Musenhaus.
  4. Naschmarkt! Ich liebe Märkte. Wenn man schon an der Wienzeile ist sollte man über den Naschmarkt schlendern und ein Glaserl Wein trinken. Rechte Wienzeile (Kettenbrückengasse, 6. Bezirk).
  5. Kunst Haus Wien von Friedensreich Hundertwasser. Mit dem Museum Hundertwasser (Untere Weißgerberstraße 13, 3. Bezirk). Mir gefällt’s immer noch.
  6. Cafés: Unten findet Ihr mein Kaffee ABC für Wien. Urig finde ich das Café Diglas (Wollzeile 10, 1. Bezirk), das Café Prückel (am Stubenring 24, 1. Bezirk) oder das Café Hawelka (Dorotheergasse 6, 1. Bezirk).
  7. Loos Bar (Kärntner Durchgang 10, 1. Bezirk). Kult.
  8. Loca. better eat better (Stubenbastei 10, 1. Bezirk). Ohne Schmäh: das beste Menü, das ich seit langem gegessen habe.
  9. Zu Wien gehört auch der morbide Charme, der unter anderem hier zu finden ist: Katakomben von St. Stephan. Obenrum ist Wien schon besonders schön, aber es gibt auch die spannende Wiener Unterwelt. Ein Teil davon befindet sich direkt unter dem berühmten Stephansdom. Inklusive alter Gebeine. Wem das zu gruselig ist, dem empfehle ich die 343 Stufen auf den Stephansdom zu steigen und die Aussicht zu genießen.
  10. St. Marxer Friedhof. Eine Alternative zum berühmten (und wunderschönen) Zentralfriedhof. Wolfgang Amadeus Mozart liegt hier begraben. (Leberstraße 6-8, 3. Bezirk).
  11. Last but not least: Einmal über den Prater laufen. Besser als ich den alten Charme des Praters beschreiben könnte, hat es Angelika Sauerer von der Mittelbayerischen Zeitung getan. Hier der Artikel:  „Das Schwungrad von Wien“.
  12. So bekannt wie das Riesenrad und das Schloß Schönbrunn: der Heurige. Vom Nussdorfer Platz gibt es einen Wanderweg nach Leopoldsberg (11 km). In Nussdorf und Kahlenberg gibt es zahlreiche Heurige, z.B. Heuriger Hirt (Eiserne Handgasse, Parz. 165, 19. Bezirk).

Kleines Kaffee ABC für Wien:

Ein Fiaker ist nicht nur eine Kutsche in Wien, sondern auch eine Kaffee-Spezialität, nämlich ein schwarzer Kaffee im Glas mit Kirschwasser oder Rum, Schlagsahne und Kirsche.

  • Kleiner Schwarzer: Ein Mokka in kleiner Schale, auf Wunsch auch „kurz“ serviert. Gibt es auch als großer Schwarzer oder als Verlängerter.
  • Kleiner Brauner: Ein Mokka in kleiner Schale mit Kaffeeobers servier. Na klar: auch als großer Brauner oder verlängerter Brauner erhältlich.
  • Kleine Schale Gold: Ein Mokka mit heißer Milch aufgegossen und Milchschaumhaube, in einer kleinen Schale serviert.
  • Franziskaner: Eine Melange mit Schlagobers (geschlagener Sahne) – statt mit Milchschaumhaube.
  • Melange: Ein Mokka, etwas verlängert, mit warmer Milch versetzt und Milchschaumhaube; in großer Schale serviert.
  • Kapuziner: Kleiner Mokka mit einigen Tropfen Obers/Sahne (bis er Farbe der Kapuziner-Kutte annimmt).
  • Einspänner: Ein Mokka mit aufgesetztem Schlagobers; in einem Einspännerglas, mit Staubzucker extra serviert.
  • Kaffee verkehrt: Ein Mokka mit sehr viel Milch – ein heller Milchkaffe.
  • Kosakenkaffee: Kleiner Mokka im Einspännerglas, vermischt mit Rot­wein, Wodka und flüssigem Zucker. Ob das schmeckt?
  • Pharisäer: 4 cl Rum mit Kristallzucker in Einspännerglas ver­rührt, mit heißem Mokka aufgegossen und Schlagobershaube bedeckt (versteckt).

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