Kopenhagen (Dänemark)

Kopenhagen – einfach hyggelig

Hyggelig ist ein dänisches Adjektiv, das „gemütlich, angenehm, gut“ und darüber hinaus auch „geborgen, behaglich, lieblich“ & „klein, aber fein“ bedeuten kann. Klein ist die dänische Hauptstadt mit rund 580.000 Einwohnern allerdings nicht – fein schon. Die Hafenstadt ist, wie ich finde, eine der schönsten Städte Europas!

10 Dinge, die man in Kopenhagen tun sollte:

Eins vorab: in Kopenhagen muss man unbedingt Fahrrad fahren! Die ganze Stadt ist für Fahrradfahrer gebaut und um ein Gefühl für die Stadt zu bekommen, sollte man sich unbedingt einen Drahtesel leihen.

  1. Nyhavn Der Alte Hafen mit seinen bunten Häusern ist nicht umsonst ein beliebtes Fotomotiv und außerdem eine Flanier- und Kneipenmeile. Dementsprechend voll kann es am Nyhavn sein. Der berühmte dänische Autor Hans Christian Andersen lebte hier viele Jahre lang. Das älteste Haus stammt aus dem Jahr 1681.
  2. „Lille Havfrue“. Vom Nyhavn kann man einen wunderbaren Spaziergang oder  eben eine Radtour entlang der Uferpromenade Langelinie machenvorbei am Schloss Amalienburg, mit Blick zur gegenüberliegenden modernen Oper bis hin zur Kleinen Meerjungfrau. Die 125cm große Statue „Die kleine Meerjungfrau“, aus dem gleichnamigen Märchen des dänischen Dichters Hans Christian Andersen, ist seit 1913 das Wahrzeichen von Kopenhagen. Der Bildhauer Edvard Eriksen schuf die hübsche Figur – angeblich stand ihm seine Ehefrau dafür Modell. Die Statue zeigt den Moment, als sich die Flosse der kleinen Meerjungfrau in zwei Beine teilt, während sie auf ihrem Felsen sehnsüchtig ins Meer schaut. Bei der kleinen Meerjungfrau ist man nicht allein, es wimmelt hier meist von Touristen. Dennoch lohnt sich ein Besuch, denn allein der Weg dorthin ist schön.
  3. „Kongelige Bibliotek“. Bestehend aus dem historischen Hauptgebäude und dem modernen, verspiegelten Anbau direkt am Hafen. Wegen seiner dunklen Fassade aus poliertem schwarzem Granit wird das Multikulturhaus am Søren Kierkegaards Plads von den Dänen „Schwarzer Diamant“ genannt.
  4. Schlösser: Königliches Schloss Amalienborg (Rokoko-Residenz der königlichen Familie). Punkt 12.00 Uhr findet hier die Wachablösung der Garde statt. Im Schloss Christiansborg ist heute das Parlament. Vom 106 Meter hohen Turm hat man eine tolle Aussicht über Kopenhagen. Das hübsche Schloss Rosenborg befindet sich am Rande des königlichen Gartens (Kongens Have).
  5. Durch die Altstadt. Strøget ist eine der längsten Einkaufsstraße Europas. Auch Abstecher in die Seitengassen lohnen sich. Im Sommer stehen hier die Fenster, die in Dänemark nach außen aufgehen, weit offen. Vor Weihnachten zeigt sich die Altstadt festlich geschmückt.
  6. Christianshavn und Christiania. Der Stadtteil Christianshavn, südöstlich der City, auf der anderen Seite des Hafens, hat seinen ganz eigenen Charme. Bunte Häuser, kleine Gassen und Kanäle, Cafés und Boote prägen das Bild. Hier liegt auch die Freistadt Christiania, eine staatlich geduldete autonome Gemeinde. In dem ehemaligen Kasernenviertel befindet seit 1971 eine alternative Wohnsiedlung – eine ganz eigene Welt mit Graffitis, Aussteigern, Alt- und Neuhippies und auch Kommerz.
  7. Weitere Viertel erkunden! Zum Beispiel Nørrebro – Jaegersborgsgade. Während Christianshavn groß ist, ist die Jaegersborgsgade nicht besonders lang.  Hier sind viele Bars, Galerien und Restaurants. Oder Pisserenden – früher einmal Rotlichtbetrieb und das „Pissoir“ der Stadt, heute schöne Gassen, Shops, Cafés und Restaurants. Eine Straße weiter kommt man schon ins mittelalterliche Kopenhagen. Die Sankt Peders Streade entlang, findet man alte Häuser, Mauern und Kirchen (z.B. die deutsche St. Petri Kirche).
  8. Ab ans Wasser! Zum Beispiel einmal um den See herum, am Besten mit dem Fahrrad oder Ihr mietet eines der Schwanen-Tretboote. Kopenhagen ist nicht nur eine Hafenstadt, sondern auch von drei Seen umgeben, die den Bewohnern als Naherholungsgebiet und als Laufstrecke dienen. Im Sommer baden die Kopenhagener im Kalvebod Hafenbad oder im Hafenbad Sluseholmen. Den Amager Strandpark an der Ostsee kann man in nur 8 Minuten vom Zentrum aus mit der Metro erreichen. Hier erwarten Euch ein Sandstrand inklusive Dünen.
  9. Spaziergang Rathausplatz / Tivoli / Glyptothek. Der Tivoli ist einer der ältesten Vergnügungsparks der Welt. Auch wenn man nicht rein geht: einen Blick von außen sollte man auf alle Fälle auf den Tivoli werfen. Daneben liegt die Glyptothek, ein Museum für Skulpturen von der Antike bis zur Moderne und ein wirklich schöner Bau. Etwas weiter entfernt liegt das Viertel Snarens Kvarter mit hübschen Gässchen, kleinen Cafés und dem „Gammel Strand“.
  10. Ein Smørrebrød essen. Smørrebrød, was eigentlich Butterbrot bedeutet, ist das traditionelle Mittagessen der Dänen. Meist handelt es sich um ein reich belegtes Roggenbrot. Beliebt sind Varianten mit Lachs, Hering und Roter Bete.
  11. Dänisches Design. Dänemark ist ein kleines Land mit einer großen Leidenschaft für Design. Die Stühle von Arne Jacobsen, Hans J. Wegener oder Verner Panton sind weltberühmt. Im Designmuseum in Kopenhagen (Bredgade 68) bekommt man einen guten Überblick.

Ausflüge:

  • Ein Abstecher nach Schweden. Die schwedische Stadt Malmö ist nur 45 km entfernt.
  • Louisiana Museum of Modern Art. 35 km nördlich von Kopenhagen.