Palma de Mallorca

Palma (Balearen)

Mallorca

…stand bei mir komischerweise nie hoch im Kurs. Nahezu alle die ich kenne, waren schon mal da und schwärmten von der Balearen-Insel. Mich ließ das bisher völlig unbeeindruckt. Des Deutschen liebste Insel interessierte mich irgendwie nicht.
Aber da mein Freund ein großer Mallorca Fan ist und bisher ohne mich zum Wandern dort war, schenkte ich ihm zum Geburtstag 4 Tage in Palma de Mallorca. Mal zum Testen, ob die Insel auch was für uns beide ist.
Mit dem Mietauto ging es vom Flughafen also in die größte Stadt der Balearen. Ca. 500.000 Einwohner hat Palma de Mallorca. Nach nur 10 km Fahrt sahen wir links schon das Meer und dann vor uns groß und prächtig: die Kathedrale von Palma. Wow! Dieser mächtige Bau lässt glaube ich jeden Staunen und ließ mich all meine Zweifel an Mallorca schnell über Bord werfen. Dieses Staunen blieb auch bei unseren Spaziergängen durch die Altstadt, blieb am nächsten Tag bei einem Ausflug in den Nordwesten der Insel und am Tag darauf in den Südosten, blieb bis zu unserem Abflug.
Was für eine tolle Stadt! Was für eine bezaubernde Insel! Auch wenn hier viele Touristen sind und man an allen Ecken deutsch hört: ein Besuch lohnt sich in jedem Fall, besonders im Frühjahr oder Herbst. Bei nur 2 Stunden Flugzeit konnten wir hier im Oktober noch baden. Herrlich!

Plaça Major
Plaça Major

Hier meine Top 10 Tipps für einen Kurzurlaub in Palma de Mallorca:

  1. Kathedrale la Seu. Das gewaltige Bauwerk ist ein wahres Prachtexemplar gotischer Architektur. Nachts ist die imposante Kirche wunderschön beleuchtet (Plaça de la Seu).
  2. Kunst anschauen. Wer moderne Kunst liebt kommt hier voll auf seine Kosten. Zum Beispiel im Es Baluard Museum, einem Bollwerk moderner Kunst (Plaça de la Porta de Santa Catalina). Oder im ehemaligen Haus und Atelier des Künstlers Miró. Dort ist die Fundació Pilar i Joan Miró untergebracht (im Vorort Cala Major, Carrer Joan de Saridakis, 29). Außerdem gibt es in Palma zahlreiche Galerien.
  3. Mercat de l’Olivar – die Markthalle in der Altstadt auf der Plaça Rosello. Ich liebe Märkte, daher gehört Markt bei mir immer zum Pflichtprogramm. Inmitten von Obst und Gemüse kann man hier nett eine Kaffee trinken und dem Treiben zuschauen oder mallorquinische Spezialitäten einkaufen. Alles was das Meer zu bieten hat, gibt es in der separaten Fischhalle.

    Mercat de l’Olivar
    Mercat de l’Olivar
  4. Plaça Drassana. Palma hat viele Plätze, diesen Platz im La Lonja Viertel mag ich besonders. Hier kann man herrlich verweilen. Rund um den Platz sind einige Lokale. Meine Favoriten:
    // Bar ‚Coto‘ (Nr. 12) //
    Bunt und lebendig, meistens voll, aber die netten Mitarbeiter schauen, dass man einen Tisch bekommt! Die Speisen und Getränke sind hier ebenso international, wie die Gäste. Neben Drinks und Tapas gibt es auch Pasta, ayurvedische Gerichte und sogar Frikadellen. Frida Kahlo blickt einem von der Karte entgegen und man sitzt auf indischen Kissen. Die deutsche Inhaberin ist viel bereist und ein großer Fan der mexikanischen Malerin, was sich in dem farbenfrohen Lokal widerspiegelt.
    // Sadrassana Restaurant. Gehoben. (Nr. 15) //
    Über dem Restaurant befindet sich eine schöne Galerie.
  5. Llotja de Palma (auch La Lonja genannt). Noch ein Meisterwerk gotischer Architektur, diesmal bürgerlich aus dem 14. Jahrhundert. 4 Jahrhunderte war hier der Sitz der Seehandelsbörse, später ein Warenlager und Museum. Heute finden in der Llotja de Palma Kunstausstellungen statt. Der Bau mit seinen gedrehten Säulen ist beeindruckend ( Plaça de la Llotja).
  6. Modernismo anschauen. So heißt der katalanische Jugendstil. Palma hat eine wunderbare Architektur und ein kurzer Spaziergang durch die Altstadt genügt, um den Einfluss des Modernismo-Stils zu erkennen. Bekannt ist das Gran Hotel an der Plaça Weyler (Nr. 33), das Forn des Teatre (Plaça Weyler, 9) oder Can Casasayas (Plaça del Mercat, 13-14). Und die Kathedrale von Palma, La Seu, an deren Umgestaltung Antoni Gaudí mitwirkte.
  7. Flanieren. Zum Beispiel am Hafen. Oder etwas geschäftiger am Passeig d’es Born und Passeig de la Rambla. Beide Straßen sind von schattigen Alleebäumen umsäumt. Unweit davon liegt einer der Hauptplätze der Altstadt, die Plaça Major.
  8. Portixol. Nur 2 km von der Kathedrale entfernt, ist das ehemalige Fischerdorf heute eine begehrte (und teure) Wohngegend und ein beliebter Treffpunkt mit vielen Lokalen und einem Strand.
  9. Banys Arabs. Die Arabischen Bäder stammen aus dem 10. Jahrhundert, als die Mauren noch hier lebten. Erhalten geblieben sind nur zwei unterirdische Räume, aber vor den Banys Arabs lädt ein kleiner, schöner Garten herrlich zum Pausieren ein (Carrer de Can Serra  7).
  10. Eine Fahrt mit dem „Roten Blitz“. Der Tren de Sóller fuhr zum ersten Mal 1912. Der Zug beginnt in Palma und führt auf historischer Bahnstrecke 27 km in die schöne Stadt Sóller. Von Sóller gibt es eine historische Straßenbahn, die einen bis nach Port de Sóller an die Küste bringt. Achtung, die Züge sind voll.
Port de Sóller
Port de Sóller

Ausflugstipps:
Wir waren drei Nächte / vier Tage in Palma de Mallorca und haben zwei wunderbare Tagesausflüge gemacht, die ich nur empfehlen kann:
Nordwesten:
Fornalutx im Tramuntanagebirge, Der Ort hat schon mehrfach den Wettbewerb um das schönste Dorf Mallorcas gewonnen. Insofern ist es natürlich touristisch, aber eben auch schön.
Außerdem waren wir in Sóller und anschließend am Meer im schönen Küstenort Port de Sóller.
Südosten:
Ses Salines / Leuchtturm bei Cabo de Salinas / Santanyí und die wunderschöne Bucht Cala Pi!

Die Bucht Cala Pi
Die Bucht Cala Pi

HOTEL:
Gewohnt haben wir im Hotel Ramon Llull (Calle Ramon Llull 12). Schön und zentral und das Beste: Wir hatten eine Garage für unser Mietauto und das mitten in der Stadt!

Bar Coto in Palma
Bar Coto in Palma

ESSEN:
Bar Coto
. Voll, bunt, besonders! Plaça Drassana 12
Sadrassana (gehoben). Plaça Drassana 15
13% Vinos Tapas Bistro, kleine aber sehr feine Tapas Bar. Carrer de Sant Feliu, 13A
MITBRINGSEL:
Flor de Sal d’es trenc. Schick verpacktes Salz aus Mallorca.
Oder etwas aus er Llum de Sal Boutique Gourmet Palma (Carrer Sant Francesc, 2)

Leuchtturm Cabo de Salinas
Leuchtturm Cabo de Salinas

Insgesamt kam mir der Kurztripp viel länger vor, als nur 4 Tage,
so abwechlungsreich war unsere Zeit auf der Insel.
Ihr seht, all meine Mallorca-Vorurteile sind verraucht – nächstes Jahr komme ich wieder.

Streetart in Palma de Mallorca
Streetart in Palma de Mallorca

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